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 COMPOSER Matthias G. Monn - SEIBOLD Online-Analysator für Cyanid
 - Eigenschaften und typische Anwendungen
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 - Toxikologie
 - Verfahren
 - Informationen zur Messung
 - Technische Daten
 - Downloads
 - Matthias G. Monn
 Eigenschaften und typische Anwendungen
Als Cyanide (CN) bezeichnet man alle chemischen Verbindungen der Cyano-Gruppe -C=N, von denen ein Kohlenstoffatom dreifach an ein Stickstoffatom gebunden ist. Die Cyano-Gruppe kommt in verschiedenen Arten von gasförmigen, flüssigen oder festen Verbindungen vor.

Alle Cyanide, die das Cyanid-Ion CN- freisetzen können, sind hochgradig giftig. In der Natur werden Cyanide von einer Reihe von Bakterien, Pilzen und Algen produziert. Darüber hinaus gelangt Cyanid durch das Ersetzen des entsprechenden organischen Halogenids in industriellen Prozessen leicht in organische Moleküle.

Typische Branchen, in denen Cyanid zum Einsatz kommt, sind die Stahlindustrie, der Gold- und Silberabbau, die Produktion von Farb- und systhetischen Kunststoffen, die Galvanik, sowie die Kohle- und Rohölgewinnung.
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 Toxikologie
Der Richtwert für Cyanid gemäß der von der Weltgesundheitsorganisaton (WHO) für gesundheitsgefährdende Stoffe in Trinkwasser vorgeschriebenen Grenzen beträgt 0,07 mg/l CN.

Ähnlich wie Zyanwassersctoff (Blausäure), sind Cyanide hochgradig giftig. Cyanide protonieren schon in sehr schwachen Säuren, wie zum Beispiel Wasser, und bilden dabei Blausäure (HCN). Blausäure und Cyanid bilden mit dem Eisenatom einen Komplex.

Wenn dieser Komplex mit dem Eisenatom des roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) gebildet wird, wird der lebenswichtige Transport von Sauerstoff in die Zellen stark eingeschränkt. Als Folge davon kann die Atmung versagen.
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 Verfahren
Das Messprinzip zur Messung der Konzentration von Cyanid (CN-) basiert auf dem Einsatz einer speziellen ionenselektiven Elektrode (ISE).

Die verwendete ionenlsektive Elektrode ist eine hochsensible Einstab- Messzelle mit integrierter Referenzelektrode. Die Oberfläche der Messzelle besteht aus einer selektiven Schicht, die Cyanid-Ionen anlagert und Silber-Ionen abgibt. Das Potential der Elektrode wird entsprechend der Konzentrationsänderung von Cyanid beeinflusst und gegen das Potential der Referenzelektrode gemessen.

Eine spezifische Reagenz wird der cyanidhältigen Probe beigemengt, um die Ionenstärke der zu messenden Flüssigkeit für die Messung anzupassen. Der Messablauf wird für unterschiedliche Anwendungen in Abhängigkeit der Cyanid-Konzentration und vorhandener Störionen angepasst.
Für die Analyse von Trinkwasser und anderen Wässern mit einer geringen Konzentration von Stör-Ionen empfehlen wir unbedingt die automatische Kalibrierung des Messgeräts.

Für die Analyse von Wässern mit einer höheren Konzentration an Stör-Ionen und möglichen organischen Abfallstoffen der Dekomposition empfehlen wir darüber hinaus die Anwendung der Methode der einfachen oder doppelten Standard-Addition (Known-Addition).
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 Informationen zur Messung
Messbereich   0,01 - 2,0 mg/l CN-
Auflösung   0,01
Messgenauigkeit   +/- 2% (vom Messbereichsende)
Messintervall   kontinuierlich
    diskontinuierlich/einstellbar
    externer Start
Messverfahren   Ionenselektive Elektrode (ISE)
Reagenzien   2 (Cyanid-Standardlösung, Ionenstärke-Stabilisator)
Kalibrierung   automatisch
Reinigung   automatisch
Störstoffe   Ni, Cd, Cu, Cl, I, Br, S
    Störstoffe können für die konkrete Anwendung maskiert werden bzw.
    werden durch die Standard-Addition weitgehend umgangen.

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 Technische Daten
Spannungsversorgung   230 VAC, 50 Hz (110 VAC optional)
Stromverbrauch   Max. 50 VA
Schaltkontakte   2 x P-gesteuert (min, max)
    1 x Alarmkontakt
Analogausgang   4..20 mA
Digitalausgang   RS232 C
    Optionen: Interbus-S, Profibus, CAN
Abmessungen   746 x 600 x 373 mm (HxBxD)
Gewicht   Ca. 80 kg
Umgebungstemperatur   +15°C .. +35°C
Luftfeuchtligkeit   Max. 70% RH, keine Kondensation
Probenförderdruck   0 .. 0.5 bar
Probenzufluss   6/4 mm Schlauch
Probenabfluss   drucklos, frei fallend, 6/4 mm Schlauch

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 Downloads
Datenblatt COMPOSER Matthias G. Monn - SEIBOLD Online-Analysator für Cyanid (deutsch)
DataSheet COMPOSER Matthias G. Monn - SEIBOLD Online-Analyser for cyanide (english)
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 Matthias G. Monn
Matthias Georg Monn wurde 1717 in Wien geboren. Monn war ein bekannter Komponist und Organist der Vorklassik. Als Organist der Wiener Karlskirche schuf er neben Kirchen- und Kammermusik auch 16 Synphonien und einige Solokonzerte. Er war gemeinsam mit Johann Georg Albrechtsberger Wegbereiter der Wiener Klassik. Matthias G. Monn starb 1750 im Alter von nur 33 Jahren.


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SEIBOLD-Messtechnik und Projektentwicklug GmbH, A-1110 Wien, Grillgasse 51
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