Home Über uns News Referenzen Kontakt Übersicht Partner English  
Analysatoren
Kupfer (Cu)
Chromat (Cr)
Cyanid (CN)
Eisen (Fe)
Blei (Pb)
Mangan (Mn)
Nickel (Ni)
Zink (Zn)
Weitere
Anwendungen
Trinkwasser
Abwasser
Prozesswasser
Tunnel
Gewäschutz-
  anlagen
Rohrschirm-
  leitsystem
Telemetrie
Engineering
Dosierung
Steuerungs-
  technik
Zum Seitenanfang

 Dimensionierung von Gewässerschutzanlagen.

Die Dimensionierung von Gewässerschutzanlangen stellt sich in der Praxis als anspruchsvolle Herausforderung dar, die genaue Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und das Verstehen von komplexen Zusammenhängen voraussetzt.

Eine Gewässerschutzanlage (GSA) muss anhand der örtlich gegebenen Platzverhältnisse, Einleitkriterien und Informationen aus Geologie und Vortrieb geplant und dimensioniert werden. Auf Basis dieser Daten kann dann ein Konzept für die optimale GSA erstellt und
die Realisierung im Detail geplant werden.

Die Konzepte für Gewässerschutzanlagen von SEIBOLD-Messtechnik beruhen auf den Normen der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein, www.sia.ch) und aus den Erfahrungen, die SEIBOLD-Messtechnik in den vergangenen Jahren in über 50 Projekten sammeln konnte.

Die größte Herausforderung bei der Dimensionierung von Gewässerschutzanlagen stellt nach wie vor die Unsicherheit über den zu erwartenden Zulauf dar. Eine Gewässerschutzanlage funktioniert weder im Falle einer Unter-, noch einer Überdimensionierung zufriedenstellend. Eine einfache Methode zur Erhöhung der Flexibilität hinsichtlich der zu erwartenden Zulaufmenge ist die Planung von drei Absetzbecken, von denen im Regelfall zwei Becken laufend beschickt werden.

In verschiedenen Ausschreibungsunterlagen begegnet man Absetzzeiten von bis zu 90 Minuten. Dieser Maximalwert ist nach unserem Wissensstand den allgemeinen Richtlinien für Kläranlagen entnommen, die aber typischer Weise Parameter berücksichtigen bzw. nicht berücksichtigen, die in einer anderen Umgebung Probleme verursachen können. Kläranlagen weisen zum Beispiel nur selten Platz- beschränkungen auf, zudem ist der Rückbau der Anlage nach Ende der Bauzeit zumeist kein Thema, was in Ausschreibungen von Tunnel-Anwendungen jedoch zu berücksichtigen ist.

SEIBOLD-Messtechnik berechnet die erforderlichen Dimensionen basierend auf den Richtlinien der SIA. Als Daumenregel gilt (nach SIA Norm 431), ausgehend von 20 Minuten Verweildauer im Absetzbecken:

benötigtes Absetzvolumen (m3) = Zufluss (l/s) + 20%

benötigte Oberfläche** (m2) ~ Zufluss (l/s) x 2 **für die Einleitung in eine große Vorflut

Während grobe Feststoffe in der Regel rasch abgesetzt werden können, machen Schwebeteilchen (besonders im Ton/Schluff mit einer Korngröße von 0,004 bis 0,063 mm nach Wentworth) größere Probleme, die nur durch Flockung in den Griff zu bekommen sind. Die Flockung verbessert die Absetzung durch Verklumpung kleinster Feststoffe um den Faktor drei bis fünf.

Das Konzept der idealen Gewässerschutzanlage von SEIBOLD-Messtechnik beinhaltet daher eine Flockungsanlage, um die Einleitkriterien bei „absetzbaren Stoffen“ und „abfiltrierbaren Stoffen“ auch bei ungünstigem Schwallbetrieb einhalten zu können.

Eine andere Forderung der optimalen Gewässerschutzanlage ist die Vermeidung von Pumpen innerhalb der GSA. Daher gilt prinzipiell, dass innerhalb der Gewässerschutzanlage Erdbecken und Container nicht gemischt werden sollen. Das bedeutet, wenn die Absetzbecken als Erdbecken vorgesehen sind, sollte auch die Neutralisation in Betonschachtringen, und zudem unterhalb des Absetzbeckenniveaus, untergebracht sein. Dadurch ist es möglich, Absetzung und Neutralisation ebenfalls stromfrei zu gewährleisten.

Zum Seitenanfang
Zurück zur Startseite
SEIBOLD-Messtechnik und Projektentwicklug GmbH, A-1110 Wien, Grillgasse 51
Tel +43 1 332 00 60, Fax +43 1 332 00 60 44, office@seiboldme.com