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Dimensionierung von Gewässerschutzanlagen.
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Die Dimensionierung von Gewässerschutzanlangen stellt sich in der Praxis als
anspruchsvolle Herausforderung dar, die genaue Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten
und das Verstehen von komplexen Zusammenhängen voraussetzt.
Eine Gewässerschutzanlage (GSA) muss anhand der örtlich gegebenen Platzverhältnisse,
Einleitkriterien und Informationen aus Geologie und Vortrieb geplant und
dimensioniert werden. Auf Basis dieser Daten kann dann ein Konzept für die optimale
GSA erstellt und
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die Realisierung im Detail geplant werden.
Die Konzepte für Gewässerschutzanlagen von SEIBOLD-Messtechnik beruhen auf den
Normen der SIA (Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein,
www.sia.ch)
und aus den Erfahrungen, die SEIBOLD-Messtechnik in den vergangenen Jahren in über
50 Projekten sammeln konnte.
Die größte Herausforderung bei der Dimensionierung von Gewässerschutzanlagen stellt
nach wie vor die Unsicherheit über den zu erwartenden Zulauf dar. Eine
Gewässerschutzanlage funktioniert weder im Falle einer Unter-, noch einer
Überdimensionierung zufriedenstellend. Eine einfache Methode zur Erhöhung der
Flexibilität hinsichtlich der zu erwartenden Zulaufmenge ist die Planung von drei
Absetzbecken, von denen im Regelfall zwei Becken laufend beschickt werden.
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In verschiedenen Ausschreibungsunterlagen begegnet man Absetzzeiten von bis zu 90
Minuten. Dieser Maximalwert ist nach unserem Wissensstand den allgemeinen Richtlinien
für Kläranlagen entnommen, die aber typischer Weise Parameter berücksichtigen bzw.
nicht berücksichtigen, die in einer anderen Umgebung Probleme verursachen können.
Kläranlagen weisen zum Beispiel nur selten Platz- beschränkungen auf, zudem ist der
Rückbau der Anlage nach Ende der Bauzeit zumeist kein Thema, was in Ausschreibungen
von Tunnel-Anwendungen jedoch zu berücksichtigen ist.
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SEIBOLD-Messtechnik berechnet die erforderlichen Dimensionen basierend auf den
Richtlinien der SIA. Als Daumenregel gilt (nach SIA Norm 431), ausgehend von 20
Minuten Verweildauer im Absetzbecken:
benötigtes Absetzvolumen (m3) = Zufluss (l/s) + 20%
benötigte Oberfläche** (m2) ~ Zufluss (l/s) x 2 **für die Einleitung in eine große Vorflut
Während grobe Feststoffe in der Regel rasch abgesetzt werden können, machen
Schwebeteilchen (besonders im Ton/Schluff mit einer Korngröße von 0,004 bis 0,063 mm
nach Wentworth) größere Probleme, die nur durch Flockung in den Griff zu bekommen
sind. Die Flockung verbessert die Absetzung durch Verklumpung kleinster Feststoffe
um den Faktor drei bis fünf.
Das Konzept der idealen Gewässerschutzanlage von SEIBOLD-Messtechnik beinhaltet daher
eine Flockungsanlage, um die Einleitkriterien bei „absetzbaren Stoffen“ und
„abfiltrierbaren Stoffen“ auch bei ungünstigem Schwallbetrieb einhalten zu können.
Eine andere Forderung der optimalen Gewässerschutzanlage ist die Vermeidung von
Pumpen innerhalb der GSA. Daher gilt prinzipiell, dass innerhalb der
Gewässerschutzanlage Erdbecken und Container nicht gemischt werden sollen. Das
bedeutet, wenn die Absetzbecken als Erdbecken vorgesehen sind, sollte auch die
Neutralisation in Betonschachtringen, und zudem unterhalb des Absetzbeckenniveaus,
untergebracht sein. Dadurch ist es möglich, Absetzung und Neutralisation ebenfalls
stromfrei zu gewährleisten.
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SEIBOLD-Messtechnik und Projektentwicklug GmbH,
A-1110 Wien, Grillgasse 51
Tel +43 1 332 00 60, Fax +43 1 332 00 60 44,
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