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 „1 + 1 = 1 oder Was bringt die Standardaddition?”
 In der neuen Generation der Messgeräte von SEIBOLD-Messtechnik kommt in verschiedenen Anwendungen
 die Methode der Standardaddition zum Einsatz, die auch im Falle einer komplexen Matrix präziseste
 Messergebnisse garantieren.

Als komplexe Matrix bezeichnet man das Vorhandensein einer Reihe von Störionen in einer zu messenden Probenflüssigkeit. Komplexe Matrizen stellen, besonders im Rahmen der ionenselektiven Messung einer Reihe von kritischen Elementen, eine nur mit erheblichem Aufwand zu lösende Rahmenbedingung dar.

Komplexe Matrizen neigen dazu, die zu messende Probenflüssigkeit und damit die erzielbare Messergenauigkeit wesentlich zu beeinflussen. SEIBOLD-Messtechnik, Spezialist für
kontinuierliche Online-Messungen in verschiedensten Wässern und anderen Flüssigkeiten, wendet nun die Methode der Standardaddition erfolgreich an, um dieser Problemstellung zu begegnen.

Ein mögliches Anwendungsgebiet ist zum Beispiel die Messung der Konzentration an Cyanid (CN-) in industriellen Abwässern, das aufgrund seiner Sensibilität gegenüber Störstoffen im Allgemeinen nur schwierig mit einer hohen Messgenauigkeit zu messen ist. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Messung von Mangan (Mn) in diversen nass-chemischen Verfahren, wo speziell im untersten Messbereich, von 0,05 bis 2 mg/l, die zu erzielende höchste Messgenauigkeit konstant gewährleistet werden muss.

Die Methode der Standardaddition („Known Addition“) erlaubt nun die Berechnung des tatsächlichen Messergebnisses aus den Daten einer definierten Messreihe. In einem ersten Schritt werden die Messungen an der unveränderten Probe durchgeführt. Danach wird der Probenflüssigkeit eine Lösung mit bekannter Konzentration hinzugefügt und weitere Messungen durchgeführt. Aus den Messergebnissen der beiden Messungen kann nun die tatsächliche Konzentration an dem zu messenden Element mit höchster Präzision berechnet werden.

Die jeweils zu verwendende Lösung (Standardlösung) zur Messung der Konzentration erfordert keine weitere Vorbereitung und kann direkt in den SEIBOLD Online-Analysatoren eingesetzt werden. Darüber hinaus wird der Kontakt der ausführenden Personen mit der zu messenden Probenflüssigkeit auf ein Minimum reduziert.

Wie in umfassenden Testreihen bewiesen wurde, stellt die automatische Kalibrierung eine sinnvolle Ergänzung der Standardaddition dar. Durch die automatische Kalibrierung können eine Reihe von aktuellen Einflüssen auf den Messprozess, wie zum Beispiel der Grad der Alterung der verwendeten Elektrode, im Ergebnis berücksichtigt werden.

Der kombinierte Einsatz von Standardaddition und automatischer Kalibrierung, den die neue Generation von SEIBOLD-Messgeräten vorsieht, erlaubt es, Messergebnisse von höchster Genauigkeit und Reproduzierbarkeit mit minimalem Aufwand zu erreichen. Was bis vor kurzem nur mit umfassender Unterstützung aus einem Labor möglich war, erledigen die neuen Messgeräte von SEIBOLD nun quasi im Alleingang.
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SEIBOLD-Messtechnik und Projektentwicklug GmbH, A-1110 Wien, Grillgasse 51
Tel +43 1 332 00 60, Fax +43 1 332 00 60 44, office@seiboldme.com